Konventionelle Ausfuhr

(Papierform mit Formblatt 11.032d)

Die Papierform wird vom Schweizer Zoll noch entgegengenommen, wird aber in absehbarer Zeit (2011) durch die elektronische Zollanmeldung ersetzt.

Es ist zwingend vorgeschrieben, dass die Ausfuhr vom Exporteur/Versender im Original unterzeichnet ist. Fehlerhafte Ausfuhren dürfen durch unsere Zollagentur nur mit entsprechender Vollmacht korrigiert oder ergänzt werden.

Vollmacht

Frederick & Stähli wird Ihnen nach Ausgang der Sendung die vom Schweizer Zoll abgestempelte Ausfuhranmeldung (Form 11.032d) per Post zurücksenden.

NCTS Ausfuhr

Die Ausfuhranmeldung wird durch Frederick & Stähli elektronisch deklariert und an das Rechenzentrum der Eidg. Zollverwaltung übermittelt.

Der Ausfuhrzollausweis, welcher für den Nachweis einer steuerbefreiten Lieferung ins Ausland dient, wird Ihnen Frederick & Stähli in den darauf folgenden Tagen per Post zustellen. Dieser ist im Original aufzubewahren.

Der wichtigste Vorteil einer NCTS-Ausfuhr besteht darin, dass die Ausfuhranmeldung nicht mehr vom Exporteur erstellt und im Original unterschrieben sein muss. Dies führt zu einer flexiblen Abwicklung der vorgeschriebenen Zollformalitäten. Frederick & Stähli kann Ihnen eine zollkonforme Ausfuhranmeldung erstellen und diese an jede beliebige Schweizer Zollausgangsstelle übermitteln, auch wenn die Sendung bereits Ihr Haus verlassen hat. Exporteure mit wenig Zollerfahrung können von den Fachkenntnissen von Frederick & Stähli profitieren und eine fachlich einwandfreie Ausfuhranmeldung erstellen lassen.

E-dec Export

E-dec Export basiert ebenfalls auf einer elektronischen Ausfuhranmeldung und soll in naher Zukunft (genauer Zeitpunkt ungewiss) die NCTS-Ausfuhr ersetzen.

Der wichtigste Unterschied gegenüber der NCTS-Ausfuhr besteht darin, dass der Ausfuhrnachweis nicht mehr in Papierform sondern in Form einer elektronischen Veranlagungsverfügung erstellt wird. Die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) kann zwar von Frederick & Stähli ausgedruckt und/oder dem Exporteur per E-mail zugestellt werden, dient aber nicht als rechtlich verbindlicher Nachweis für eine steuerbefreite Auslandslieferung. Als einziger Ausfuhrnachweis gilt die vom Zoll abzuholende (Hol-Prinzip) Veranlagungsverfügung, welche in Form einer elektronischen SOAP-Nachricht mit Signaturprüfungsprotokoll für mindestens 10 Jahre elektronisch gespeichert werden muss.

Der grösste Nachteil von e-dec Export im Vergleich zu den übrigen Ausfuhrverfahren ist, dass der blosse Ausdruck der elektronischen Veranlagungsverfügung als Ausfuhrnachweis nicht genügt, sondern eine elektronische SOPA-Nachricht prüfgerecht gespeichert werden muss.

E-dec Export beinhaltet einen Systemwechsel und baut auf dem Hol-Prinzip auf. Anders als bei den übrigen Ausfuhrverfahren wird die Veranlagungsverfügung von der Eidg. Zollverwaltung nicht mehr automatisch zugestellt, sondern muss selber abgeholt werden. Der Exporteur/Versender muss sich aktiv um die Zustellung des Ausfuhrnachweises bemühen und die SOAP-Nachricht bei der Zollverwaltung über das Internet selber abholen. Frederick & Stähli wird Ihnen nach erfolgter Ausfuhr den Code zum herunterladen der SOAP-Nachricht schriftlich mitteilen.

Bei Firmen mit grösseren Exportvolumen empfehlen wir, sich bei der Eidg. Zollverwaltung für Teilnahme an der elektronischen Veranlagungsverfügung registrieren zu lassen und eine TIN-Nummer zu beantragen (Elektronischer Exporteur). Mit dieser Nummer wird es dem Exporteur/Versender ermöglicht nicht nur einzelne SOAP-Nachrichten abzuholen, sondern alle in seinem Namen abgegebenen Zollanmeldungen. Die TIN-Nummer ist in der Ausfuhranmeldung zu hinterlegen und muss daher zwingend Frederick & Stähli mitgeteilt werden.

Antragsformular Form 19.08 Elektronischer Exporteur

Zu den Vorteilen einer Ausfuhranmeldung mit e-dec Export gehört der frei wählbare Grenzausgang. Anders als bei NCTS-Ausfuhr muss die Zollausgangsstelle nicht vorgängig mit der Ausfuhranmeldung festgelegt werden. Die mit e-dec Export erstellte Ausfuhrliste ist mit einem Barcode versehen und kann bei jeder Zollausgangstelle vorgelegt werden. Dies ist gerade für den internationalen Stückgutverkehr von zentraler Bedeutung.

E-dec Export nahm am 1.7.2009 seinen Betrieb in relativ unausgereifter Form auf. Die Verfahrensabläufe werden seither ständig überarbeitet. Es ist daher mit weiteren Anpassungen zu rechnen. Stand dieser Publikation: Dezember 2010