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Freipass Schweiz

 

Der Freipass (Zollverfahren ZAVV) dient zur vorübergehenden Einfuhr bzw. Ausfuhr von Waren in die Schweiz bzw. in's Ausland. Einfuhrabgaben sollen grundsätzlich nur für ausländische

Waren erhoben werden, die endgültig in der Schweiz bleiben. Meistens ist die Abgabenerhebung nicht gerechtfertigt, wenn die eingeführten Waren nach vorübergehendem Gebrauch wieder

ausgeführt werden. Für solche Fälle wurde das Zollverfahren der vorübergehenden Verwendung geschaffen. Für bestimmte Waren und Anwendungen kann auch das internationale Carnet ATA

als Zollanmeldung vorgelegt werden.

 

Wichtigste Warenkategorien bei der vorübergehenden Verwendung:

Berufsausrüstung

Ausstellungs- und Messewaren

bestimmte Beförderungsmittel

Umschliessungen

 

Dauer der vorübergehenden Verwendung:

Der Zeitrahmen unter Anwendung des Verfahrens für die vorübergehende Verwendung ist grundsätzlich auf zwei Jahre beschränkt. Eine Fristverlängerung ist höchstens für drei Mal ein Jahr vorgesehen

und muss schriftlich vor Ablauf der Frist eingereicht werden (Ausnahme Pferde 2 Jahre).

 

Die Zollstellen verlangen in jedem Fall eine Sicherheit (Depot) in der Höhe der üblichen Einfuhrabgaben. Die Sicherheit kann im Handelswarenverkehr durch:

- Barhinterlage

- Bürgschaft

Freipässe mit verbürgtem Betrag erstellt Frederick & Stähli nur auf ZAZ-Konten des Kunden.

 Bei vollständiger und rechtzeitiger Wiederausfuhr der Gegenstände wird die geleistete Hinterlage rückerstattet oder die Bürgschaft befreit.

 

Ausnahme Freipass Ausfuhr Schweiz:

Freipässe werden nicht mehr bewilligt bei Waren, die zur Reparatur in's Ausland verbracht werden. Reparaturverkehr von der Schweiz in andere Länder werden mit einer Schweizer Ausfuhr unter einem

besonderen Verfahrencode angemeldet.

 

Quelle: Eidg. Zollverwaltung

 

Verwendungsschein Deutschland

 

Waren aus der Schweiz, die nur zeitweise nach Deutschland eingeführt werden, in Deutschland vorübergehend genutzt werden (z.B. Messewaren) sowie anschliessend in unverändertem Zustand

wieder ausgeführt werden, können unter vollständiger oder teilweiser Befreiung von Einfuhrabgaben nach Deutschland übergeführt werden. Für Ausbesserungen, Wartungsarbeiten und Be- oder

Verarbeitungen kann kein Verwendungsschein beantragt werden.

 

Verwendungsfrist

 

Die vorübergehende Verwendung muss innerhalb einer festgesetzten Frist erledigt werden. Die Regelfrist beträgt dabei höchstens 24 Monate. Eine Fristverlängerung ist nur möglich, wenn außergewöhnliche

Umstände vorliegen. In einigen Fällen der vollständigen Befreiung von Einfuhrabgaben sind kürzere Fristen vorgesehen.

 

Sicherheitsleistung

Die Zollstellen verlangen bei schriftlichen Zollanmeldungen in jedem Fall eine Sicherheit in Höhe der Einfuhrabgaben, die normalerweise bei Überführung der Waren in den zoll- und steuerrechtlich freien Verkehr

zu erheben gewesen wäre. Die Sicherheit ist beim Zoll in Bar zu hinterlegen und wird bei der Wiederausfuhr aus Deutswchland zurückerstattet, sofern die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind.