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 Zollkontingent Pferde

Stand 24.8.2011

  

   
Tarifnummer 0101.1011, 0101.1021, 0101.9021, 0101.9095
   
Kontingentsmenge 3'822 Stück
   
eingeführte Menge 1'477 Stück
   
   
Restmenge 497 Stück
   

 

 

 

Definitive Einfuhr

 

Für zum endgültigen Verbleib in der Schweiz bestimmte Pferde aus Ländern der EU und Norwegen benötigen Sie folgende Dokumente:

  • Handelsrechnung oder Kaufvertrag
  • amtstierärztliches Zeugnis für Pferde mit Pferdepass
  • Pferde ohne Pferdepass: TRACES Meldung und Zeugnis
  • Einfuhrzollanmeldung (e-dec Import)

Die Einfuhrabgaben bestehen aus dem Einfuhrzoll und der Mehrwertsteuer (2,4%). Der Einfuhrzoll wird pro Tier erhoben und beträgt:

  • Reinrassige Zuchttiere und andere (Tarifnummer 0101.1011 und 0101.9095)  
  
    • mit Zollkontingentsanteil (Kontingentszollansatz KZA)
 Fr. 120.--
    • mit Zollkontingentsanteil (KZA) und im Rahmen des präferenziellen Zollkontingents Nr. 119 (nur Tarifnummer 0101.9095, mit Ur-sprungsnachweis)
 Fr. 0.--
  • Reinrassige Zuchttiere (Tarifnummer 0101.1019)
 
    • ohne Zollkontingentsanteil (Ausserkontingentszollansatz AKZA)
 Fr. 3'834.--
  • Andere (Tarifnummer 0101.9096, 0101.9097, 0101.9098)
 
    • ohne Zollkontingentsanteil (Ausserkontingentszollansatz AKZA)
 
      • mit einer Widerristhöhe von mehr als 1,48 m
  Fr. 3'834.--
      • mit einer Widerristhöhe von mehr als 1,35 m, jedoch nicht mehr als 1,48 m
 Fr. 2'250.--
      • mit einer Widerristhöhe von nicht mehr als 1.35 m
 Fr. 900.--

Die Zollkontingentsanteile (3'822 Stück) werden nach der Reihenfolge der Annahme der Einfuhrzollanmeldung ("Windhund an der Grenze") zugeteilt. 

 

Vorübergehende Einfuhr

 

Pferde, die zu bestimmten Zwecken vorübergehend in der Schweiz verbleiben, können mit einer Zollanmeldung für die vorübergehende Verwendung (ZAVV) eingeführt werden. Die Einfuhrabgaben werden durch Barhinterlage oder Bürgschaft (Sicherheit) einverlangt und nur bei einem ordnungsgemässen  Abschluss der ZAVV rückerstattet.

Die möglichen ZAVV-Zwecke sind in der verlinkten Tabelle  zusammengefasst. Daraus sind die Voraussetzungen, die Gültigkeitsfrist und die erforderliche Sicherheit ersichtlich. Zudem ist aufgeführt, ob die ZAVV verlängert werden kann und ob wiederholte Grenzübertritte mit dem gleichen Dokument erlaubt sind. Bei einigen ZAVV-Zwecken ist die Wiederausfuhr obligatorisch.

Für eine Zollveranlagung zur vorübergehenden Verwendung sind der Zollstelle folgende Dokumente vorzulegen:

  • Equidenpass
  • Dokumente gemäss Tabelle, die belegen, dass der beantragte Zweck zutrifft (z.B. Ausbildungs-, Trainings- und Dressurverträge).
  • Wertunterlagen
  • ZAVV (Form. 11.73 oder 11.74)

Sind die Belege für den angemeldeten Zweck nicht aussagekräftig genug, kommt nur eine ZAVV zu „anderen Zwecken" in Frage.

Sofern gemäss Tabelle zulässig, sind Fristverlängerungen, zusammen mit der ursprünglichen ZAVV und den Dokumenten gemäss Tabelle, bei der Zollstelle während der ZAVV-Frist schriftlich zu beantragen, welche die ursprüngliche Zollveranlagung vorgenommen hat.

Wenn während der Gültigkeitsfrist der ZAVV weder eine Fristverlängerung, eine Wiederausfuhr noch eine Einfuhrveranlagung des Pferdes erfolgt (sofern dies gem. Tabelle vorgesehen ist), wird die ZAVV durch die Zollverwaltung definitiv zur Einfuhr verbucht. Ist das Zollkontingent bei der Verbuchung ausgeschöpft, wird der AKZA erhoben. In diesem Fall werden die Einfuhrabgaben bei der Person, auf deren Name die ZAVV ausgestellt wurde, eingefordert.

Die missbräuchliche Beanspruchung der Zollveranlagung zur vorübergehenden Verwendung, z.B. die Angabe eines unzutreffenden Verwendungszweckes, hat die Annullierung der Zollveranlagung zur vorübergehenden Verwendung und die Einforderung der Einfuhrabgaben zur Folge.

Bei Zweifeln, ob es sich wirklich um eine vorübergehende Verwendung in der Schweiz handelt, sind die Zollstellen berechtigt, die Veranlagung mit ZAVV zu verweigern.

Die ZAVV ist ein nationales Zolldokument und dient allein der vorübergehenden Einfuhr in und der Wiederausfuhr aus der Schweiz. Es ist also notwendig, sich über die Zollformalitäten im Herkunftsland zu informieren.

Im Ausland wohnhafte Pferdebesitzer können für bestimmte Zwecke auch ein Carnet ATA benützen (vgl. Tabelle). Auskünfte über das Carnet ATA erhalten Sie von der für Ihren Wohnort zuständigen Handelskammer.

Bei der Zollveranlagung zur vorübergehenden Verwendung von Pferden aus Ländern der EU und Norwegen ist keine Bewilligung des BLW/BVET und kein Gesundheitszeugnis erforderlich.

 

Definitive Ausfuhr

 

Für zum endgültigen Verbleib im Ausland bestimmte Pferde ist bei der schweizerischen Zollverwaltung eine Zollanmeldung für die Ausfuhr zu beantragen. In der Schweiz sind keine weiteren Formalitäten erforderlich und es werden keine Abgaben erhoben.

Wir empfehlen Ihnen, sich vor der Ausfuhr über die Zollbestimmungen des Bestimmungslandes und eines allfälligen Transitlandes zu erkundigen. Diesbezügliche Auskünfte sind direkt bei den betroffenen Zollverwaltungen einzuholen.

 

Vorübergehende Ausfuhr

 

Die vorübergehende Ausfuhr von Pferden kann mit einer ZAVV oder mit dem Carnet ATA vorgenommen werden.

Die ZAVV ist ein nationales Zolldokument und dient allein zur Ausfuhr aus und Wiedereinfuhr in die Schweiz. Es ist also notwendig, sich über die Zollformalitäten im Bestimmungsland zu informieren. Weiter gilt es zu beachten, dass die ZAVV zwei Jahre gültig ist. Wird innerhalb der Gültigkeitsfrist ein Gesuch um Fristerstreckung eingereicht, kann die ZAVV bis zu drei Mal um je 1 Jahr verlängert werden. Nach Ablauf dieser Gültigkeitsfrist geht der Anspruch auf eine abgabenfreie Wiedereinfuhr der Pferde verloren. Bei einer allfälligen Rückkehr in die Schweiz nach der Frist sind die Einfuhrabgaben (wie unter Kapitel „Definitive Einfuhr" hier oben beschrieben) fällig.

Bitte beachten Sie, dass auch für gewöhnliche Spazierritte über die Grenze eine Zollveranlagung mit ZAVV vorgenommen werden muss.

Das Carnet ATA ist ein internationales Zolldokument. Hiermit können die Zollformalitäten der Schweiz wie auch aller übrigen dem Übereinkommen vom 26. Juni 1990 über die vorübergehende Verwendung angeschlossenen Ländern erledigt werden. Auskünfte über das Carnet ATA erhalten Sie von der für Ihren Wohnort zuständigen Handelskammer.

 

Hinweis:

Die im Ausland entstandenen Kosten für Ausbildung, Training, Dressur, Decken, tierärztliche Behandlung usw. sind mehrwertsteuerpflichtig und müssen bei der Einreise in die Schweiz angemeldet werden.

 

Zuletzt aktualisiert am: 01.09.2010

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