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Carnet ATA

 

Das „Carnet ATA" ist ein internationales Dokument für die vorübergehende abgabenfreie Einfuhr von Gebrauchsgütern. Mit einem „Carnet ATA" werden die schweizerischen und ausländischen Zollformalitäten mit einem

Formular erledigt. Der Bezug des „Carnet ATA" erfolgt bei den Industrieund Handelskammern und entbindet den Inhaber bei einem Grenzübertritt von allen Sicherheitsleistungen. In der Schweiz informieren die Industrieund

Handelskammern über die Bedingungen für den Erhalt eines Carnet: Schweizer Industrie- und Handelskammer

Internationale Handelskammer: International Chamber of Commerce

 

Das „Carnet ATA" kann für mehrere Grenzübertritte verwendet werden und ist ein Jahr gültig. Anstelle von nationalen Zollpapieren kann das „Carnet ATA" für die Ein-, Aus- und Durchfuhr verwendet werden. Der

Vorteil ist eine rasche Grenzabfertigung. Das „Carnet ATA" hat ein einheitliches Erscheinungsbild bei allen Vertragsparteien des Übereinkommens vom 26. Juni 1990 über die vorübergehende Verwendung (sog. Istanbuler

Übereinkommen). Es ist in mehr als 60 Ländern anwendbar.

 

Bei der Eröffnung des „Carnet ATA" muss die zweifelsfreie Warenbezeichnung (Deckblatt-Rückseite) vorhanden sein. Der Inhaber des „Carnet ATA" hat stets die Möglichkeit, die Waren wieder ins Zollinland zu bringen.

Die Verwendung des „Carnet ATA" findet Anwendung auf Gebrauchsgüter nicht aber auf Verbrauchsgüter. Die wichtigsten Anwendungsbereiche für die Ausstellung eines „Carnet ATA" sind:

 

Messe- und Ausstellungsgüter

Berufsausrüstungsgegenstände

Warenmuster zur Vorführung (Uhren, Schmuck, Kleider, etc.)

Sportausrüstung

 

Die Anwendungsbereiche werden jedoch in den einzelnen Vertragsparteien unterschiedlich ausgelegt. So ist in der Schweiz die Verwendung eines Carnet ATA bei Mietgeschäften nicht gestattet. Bei Mietgeschäften

müssen Sie einen Freipass (Verfahren ZAVV: Zollanmeldung für die vorübergehende Verwendung) erstellen. Das gilt beispielsweise für von einer in der Schweiz domizilierten natürlichen oder juristischen Person im Ausland gemietete Zelte für

Sport- oder Geschäftsanlässe.

 

TIR-Verfahren

 

Das TIR-Verfahren ermöglicht die grenzüberschreitende Beförderung von Waren unter zollamtlicher Überwachung ohne Entrichtung von Zöllen und anderen Abgaben, die üblicherweise im grenzüberschreitenden

Verkehr fällig werden. Die Waren werden von einer Abgangsstelle in einem Land zu einer Bestimmungsstelle in einem anderen Land mit einem international vereinbarten Zolltransitdokument, dem Carnet TIR, das zugleich eine

finanzielle Sicherheit für die Zahlung der ausgesetzten Zölle und Steuern darstellt, befördert. Das System der Sicherheitsleistung wird zur Zeit von der internationalen Strassentransportunion IRU verwaltet. Die Grundlage für

dieses Zolltransitverfahren ist das internationale TIR-Übereinkommen von 1975. Heute wird das TIR-Verfahren in über 50 Ländern angewendet.

 

Für die Warenbeförderung von der Schweiz durch die Bundesrepublick Deutschland wird, nebst dem Dokument Carnet TIR, eine Carnet-Tir-Anmeldung verlangt. Diese Anmeldung ist nur auf elektronischem Weg im Zollsystem Atlas möglich.

 

Angeschlossene Länder 

 

EU-Staaten, Türkei, Mazedonien, Serbien

GUS-Länder: Russland, Ukraine, Weissrussland, Aserbidschan, Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Moldau, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan